Solange sich die Räder drehen...

RSV-Heilbronn e.V.


Aktuelles

So wird die Sommerhitze erträglicher!

Letzter "Sport" vor den Schulferien im Eiscafé Presutti ;-)

 

Für viele Querschnittsgelähmte bedeutet die Hitze eine Herausforderung, aber auch bei MS-Erkrankten kann sie zu Problemen führen, denn  viele leiden unter Wärmeintoleranz.
Aufgrund dessen  muss man besonders auf sich und seinen Körper achten, aber auch auf den Rollstuhl, den diesem bekommt Hitze ebenfalls nicht wirklich gut!

Räumlichkeiten:
Räume erwärmen sich nur, wenn das Sonnenlicht hineinscheinen kann, das geht natürlich auch bei geschlossenen Fenstern. Deshalb ist eine Beschattung von außen, wie zum Beispiel eine Jalousie, am besten. Innenbeschattung durch Rollos kann aber auch helfen, solange sie rechtzeitig heruntergelassen werden.
Gelüftet werden sollte morgens oder abends, dann wenn es draußen kühler ist. Abends kann auch ein feuchtes Bettlaken vor dem geöffneten Fenster helfen: Durch den Trocknungsvorgang wird der Luft Wärme entzogen und so die Umgebung abgekühlt.
Klimaanlagen sind bei großer Hitze zwar äußerst angenehm, aber leider trocknen sie die Atemluft und damit die Schleimhäute aus! Das erhöht gerade bei Atemproblematiken die Anfälligkeit für Krankheiten.
 
Körper:
Für eine schnelle Abkühlung kann man sich kaltes Wasser über die Handgelenke laufen  lassen. Angenehm sind auch Wassersprays, kühlende Fußbäder oder kalte Tücher für Nacken und Stirn.
 Zum Essen bietet sich saftiges Obst mit einem hohen Wasseranteil an, ganz vorne dabei sind hier  Melonen.
Besonders wichtig: auf eine ausreichende Trinkmenge achten! Optimal sind 2 bis 3 Liter, am besten Wasser.  Gute Alternativen sind verdünnte Saftschorlen oder ungesüßter Tee. Kaffee und Alkohol sollten reduziert werden, da diese den Kreislauf zusätzlich belasten.
Das ist natürlich aber auch immer eine Frage des  Blasenmanagments, weshalb viele eher dazu tendieren zu wenig zu trinken. Deswegen auf die Farbe des Urins achten: ist er klar und hell, ist alles in Ordnung, ist er dunkel, muss die Trinkmenge erhöht werden! 
 
Kleidung:
Die Kleidung sollte einerseits leicht und luftig sein, anderseits aber vor zu viel Sonneneinstrahlung schützen. Trotzdem Sonnencreme nicht vergessen! Am besten geeignet sind Naturstoffe in hellen Farben, da dunkle Kleidungsstücke, Hüte, aber auch Sonnenbrillen sich stark erhitzen können! Aufgrund der eingeschränkten Sensibilität wird das oft nicht rechtzeitig wahrgenommen.
Die ungewohnte Reizung durch Sonne, Hitze oder Pflegeprodukte macht die  Haut anfälliger für Infektionen oder Dekubiti, daher ist eine tägliche sorgfältige Überprüfung wichtig.
 
Rollstuhl:
Dem Rollstuhl bekommt die Hitze meist genauso wenig, weshalb er regelmäßig – am besten einmal wöchentlich – auf Schäden kontrolliert werden sollte. Hier bietet sich auch gleich eine Reinigung an, Sonnencreme kann dem Material schaden.
Überprüft werden sollten besonders Reifen, Bremsen und elektronische Komponenten, denn gerade Akkus erschöpfen bei hohen Temperaturen schneller! Deshalb stets den Ladezustand prüfen und am besten einen Ersatz mitführen.
Metallene oder dunkle Bauteile könne sich erhitzen und im schlimmsten Fall Hautschäden verursachen. Es kann also sinnvoll sein, trotz Hitze, Handschuhe zu tragen, um sich vor aufgeheizten Greifreifen zu schützen, man kann sie aber auch mit hellen Überzügen versehen.
Urlaub bedeutet für den Rolli auch gerne mal Off-Road-Fahrten: unebenes Gelände oder gar der Strand sind allerdings nur für die wenigsten Alltagsrollstühle geeignet, die Anschaffung oder Mietung eines Outdoor-Rollstuhl könnte sich lohnen.
 
Wir hoffen, ihr kommt mit unsrem Tipps und Tricks gut durch die sommerliche Jahreszeit und könnt so auch ihre schönen Seiten genießen!

Quelle:  www.rehability.de

 

 

Rollikup - Das "DING" des Jahres 2019!